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Stabilität mit Schattenwurf

Zumtobel schließt schwaches Jahr knapp positiv

17.07.2026 | 13:50
Zumtobel-CEO Alfred Felder hält die bereinigte Marge mit Kostensenkungen weitgehend stabil. Unter dem Strich bricht der Jahresgewinn jedoch von 15,5 auf 1,0 Millionen Euro ein – eine Dividende soll es nicht geben. Foto: Michael Kreyer/Zumtobel Group.

Stabilität ist relativ. Die Leuchtenbranche bekommt von der Zumtobel Group für 2025/26 eine Bilanz serviert, deren Überschrift beruhigend klingt, deren Zahlen aber deutlich weniger leuchten: Der Umsatz sank um 5,2 Prozent auf 1,040 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT um 9,7 Prozent auf 42,4 Millionen Euro.

Der operative Gegenpunkt ist real. Die bereinigte Bruttomarge stieg von 36,5 auf 37,3 Prozent, weil Material-, Personal- und Verwaltungskosten sanken und erste Effekte des Effizienzprogramms griffen.

Am unteren Ende der Gewinnrechnung bleibt von dieser Stabilisierung allerdings kaum etwas übrig. Das Jahresergebnis brach von 15,5 Millionen auf eine Million Euro ein, weshalb Vorstand und Aufsichtsrat für 2025/26 keine Dividende vorschlagen.

Der Abstand zwischen bereinigtem und ausgewiesenem Ergebnis ist beträchtlich. Sondereffekte von 19,3 Millionen Euro drückten das Gruppen-EBIT auf 23,1 Millionen Euro und entstanden unter anderem durch das Effizienzprogramm, die Schließung des Produktionsstandorts in Highland im US-Bundesstaat New York, das Produktionsende in Frankreich sowie Wertminderungen im Components-Geschäft.

Das eigentliche Licht in der Bilanz kommt aus dem Lighting Segment. Bei einem Umsatzrückgang von 3,7 Prozent auf 832,3 Millionen Euro stieg dessen bereinigtes EBIT um 6,6 Prozent auf 54,7 Millionen Euro; die Segmentmarge verbesserte sich von 5,9 auf 6,6 Prozent.

Im Components Segment ist von Stabilität dagegen wenig zu sehen. Der Umsatz fiel um elf Prozent auf 266,4 Millionen Euro, das bereinigte EBIT um gut zwei Drittel auf 4,6 Millionen Euro und die Marge von 4,5 auf 1,7 Prozent.

Auch regional bleibt das Bild überwiegend rückläufig. Amerika und MEA legten zwar um 7,2 Prozent zu, doch in D/A/CH, Süd- und Osteuropa, Nord- und Westeuropa sowie Asien-Pazifik sanken die Erlöse.

Die Formulierung von der stabilisierten Profitabilität greift deshalb nur in enger Auslegung: Die bereinigte Marge blieb beinahe stabil, doch der Konzern erwirtschaftete mit weniger Umsatz auch weniger operativen Gewinn.

Die Einsparungen werden zudem in der Beschäftigtenzahl sichtbar, die inklusive Leiharbeitern von 5.299 auf 5.067 Vollzeitkräfte sank, während die Nettoverbindlichkeiten von 118,5 auf 128,5 Millionen Euro stiegen.

Auch der Mehrjahresvergleich wird dunkler: Gegenüber 2022/23 ist der Umsatz von 1,209 Milliarden auf 1,040 Milliarden Euro gesunken und das bereinigte EBIT von 84,3 auf 42,4 Millionen Euro praktisch halbiert worden. Die Zumtobel-Aktie verlor im abgelaufenen Geschäftsjahr 22,2 Prozent, während der ATX Prime um 38,5 Prozent zulegte.

Das legt zumindest nahe, dass der Kapitalmarkt die Lage skeptischer beurteilt als die vergleichsweise freundliche Überschrift der Ergebnispräsentation.

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Stabilität mit Schattenwurf

Zumtobel schließt schwaches Jahr knapp positiv

17.07.2026 | 13:50
Zumtobel-CEO Alfred Felder hält die bereinigte Marge mit Kostensenkungen weitgehend stabil. Unter dem Strich bricht der Jahresgewinn jedoch von 15,5 auf 1,0 Millionen Euro ein – eine Dividende soll es nicht geben. Foto: Michael Kreyer/Zumtobel Group.

Stabilität ist relativ. Die Leuchtenbranche bekommt von der Zumtobel Group für 2025/26 eine Bilanz serviert, deren Überschrift beruhigend klingt, deren Zahlen aber deutlich weniger leuchten: Der Umsatz sank um 5,2 Prozent auf 1,040 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT um 9,7 Prozent auf 42,4 Millionen Euro.

Der operative Gegenpunkt ist real. Die bereinigte Bruttomarge stieg von 36,5 auf 37,3 Prozent, weil Material-, Personal- und Verwaltungskosten sanken und erste Effekte des Effizienzprogramms griffen.

Am unteren Ende der Gewinnrechnung bleibt von dieser Stabilisierung allerdings kaum etwas übrig. Das Jahresergebnis brach von 15,5 Millionen auf eine Million Euro ein, weshalb Vorstand und Aufsichtsrat für 2025/26 keine Dividende vorschlagen.

Der Abstand zwischen bereinigtem und ausgewiesenem Ergebnis ist beträchtlich. Sondereffekte von 19,3 Millionen Euro drückten das Gruppen-EBIT auf 23,1 Millionen Euro und entstanden unter anderem durch das Effizienzprogramm, die Schließung des Produktionsstandorts in Highland im US-Bundesstaat New York, das Produktionsende in Frankreich sowie Wertminderungen im Components-Geschäft.

Das eigentliche Licht in der Bilanz kommt aus dem Lighting Segment. Bei einem Umsatzrückgang von 3,7 Prozent auf 832,3 Millionen Euro stieg dessen bereinigtes EBIT um 6,6 Prozent auf 54,7 Millionen Euro; die Segmentmarge verbesserte sich von 5,9 auf 6,6 Prozent.

Im Components Segment ist von Stabilität dagegen wenig zu sehen. Der Umsatz fiel um elf Prozent auf 266,4 Millionen Euro, das bereinigte EBIT um gut zwei Drittel auf 4,6 Millionen Euro und die Marge von 4,5 auf 1,7 Prozent.

Auch regional bleibt das Bild überwiegend rückläufig. Amerika und MEA legten zwar um 7,2 Prozent zu, doch in D/A/CH, Süd- und Osteuropa, Nord- und Westeuropa sowie Asien-Pazifik sanken die Erlöse.

Die Formulierung von der stabilisierten Profitabilität greift deshalb nur in enger Auslegung: Die bereinigte Marge blieb beinahe stabil, doch der Konzern erwirtschaftete mit weniger Umsatz auch weniger operativen Gewinn.

Die Einsparungen werden zudem in der Beschäftigtenzahl sichtbar, die inklusive Leiharbeitern von 5.299 auf 5.067 Vollzeitkräfte sank, während die Nettoverbindlichkeiten von 118,5 auf 128,5 Millionen Euro stiegen.

Auch der Mehrjahresvergleich wird dunkler: Gegenüber 2022/23 ist der Umsatz von 1,209 Milliarden auf 1,040 Milliarden Euro gesunken und das bereinigte EBIT von 84,3 auf 42,4 Millionen Euro praktisch halbiert worden. Die Zumtobel-Aktie verlor im abgelaufenen Geschäftsjahr 22,2 Prozent, während der ATX Prime um 38,5 Prozent zulegte.

Das legt zumindest nahe, dass der Kapitalmarkt die Lage skeptischer beurteilt als die vergleichsweise freundliche Überschrift der Ergebnispräsentation.

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