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Licht aus für alte Strukturen

Fagerhult will Ergebnis um 220 Millionen schwedische Kronen steigern

24.07.2026 | 6:30
Die Fagerhult-Zentrale in Habo: Der Leuchtenkonzern überprüft Produktion und Portfolio und peilt eine Ergebnisverbesserung von 220 Mio. SEK an.

Fagerhult nennt es einen Plan für profitables Wachstum. Tatsächlich beginnt der neue Kurs des Leuchtenkonzerns mit einem Reparaturprogramm für Kosten, Strukturen und Ergebnis. Ausgewählte Initiativen einschließlich eines Sparprogramms sollen das EBITDA um insgesamt rund 220 Mio. SEK verbessern.

Der Anlass ist kaum zu übersehen. Im ersten Quartal sank der Auftragseingang um 11,6 Prozent und der Umsatz um 6,1 Prozent. Das EBITA vor Sondereffekten brach von 163 auf 44 Mio. SEK ein, während der operative Cashflow von plus 26,4 auf minus 160 Mio. SEK drehte.

Das zweite Quartal brachte eine Stabilisierung, aber noch keine Wende. Der gemeldete Umsatz stieg zwar um 6,8 Prozent, organisch ging er jedoch um 1,4 Prozent zurück. Das EBITA vor Sondereffekten sank um 16,9 Prozent auf 113 Mio. SEK, die entsprechende Marge von 7,4 auf 5,7 Prozent.

Die erste Priorität gilt deshalb dem europäischen Kerngeschäft, dem größten Markt der Gruppe. Fagerhult überprüft Produktionsstruktur und Portfolio, ohne in der Mitteilung Details zu möglichen Folgen für einzelne Werke, Produktlinien oder Stellen zu nennen.

Parallel will der Konzern seine Innovationsposition verteidigen und in schnell wachsenden Segmenten zulegen. Ausdrücklich genannt werden Datenzentren und Verteidigung – zwei Märkte mit steigenden Investitionen, hohen technischen Anforderungen und vergleichsweise langen Projektzyklen. Bestehende Positionen im Retailgeschäft und bei intelligenten Lichtsystemen sollen ebenfalls ausgebaut werden.

Die dritte Priorität klingt organisatorisch, könnte aber tief in das bisherige Konzernmodell eingreifen. Mehr Zusammenarbeit, eine einheitlichere Marktbearbeitung und stärker koordinierte Investitionen deuten auf mehr zentrale Steuerung innerhalb der Markenfamilie hin.

Die angekündigte Verbesserung ist inzwischen genauer umrissen. Im Q2-Call bezifferte das Management den erwarteten EBITDA-Effekt auf insgesamt 220 Mio. SEK.

Davon sollen 100 Mio. SEK aus allgemeinen Kosteneinsparungen kommen und bereits im zweiten Halbjahr 2026 wirksam werden. Weitere 120 Mio. SEK entfallen auf strategische Maßnahmen, deren Wirkung teilweise erst im ersten Quartal 2027 erwartet wird.

Billig wird der Umbau allerdings nicht: Fagerhult rechnet mit einmaligen Restrukturierungskosten von rund 350 bis 400 Mio. SEK, die überwiegend im vierten Quartal 2026 und im ersten Quartal 2027 anfallen sollen. Damit ist die Sparlogik konkreter, aber auch riskanter – der Konzern muss einen hohen Vorlauf finanzieren, bevor die versprochene EBITDA-Verbesserung vollständig sichtbar wird.

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Licht aus für alte Strukturen

Fagerhult will Ergebnis um 220 Millionen schwedische Kronen steigern

24.07.2026 | 6:30
Die Fagerhult-Zentrale in Habo: Der Leuchtenkonzern überprüft Produktion und Portfolio und peilt eine Ergebnisverbesserung von 220 Mio. SEK an.

Fagerhult nennt es einen Plan für profitables Wachstum. Tatsächlich beginnt der neue Kurs des Leuchtenkonzerns mit einem Reparaturprogramm für Kosten, Strukturen und Ergebnis. Ausgewählte Initiativen einschließlich eines Sparprogramms sollen das EBITDA um insgesamt rund 220 Mio. SEK verbessern.

Der Anlass ist kaum zu übersehen. Im ersten Quartal sank der Auftragseingang um 11,6 Prozent und der Umsatz um 6,1 Prozent. Das EBITA vor Sondereffekten brach von 163 auf 44 Mio. SEK ein, während der operative Cashflow von plus 26,4 auf minus 160 Mio. SEK drehte.

Das zweite Quartal brachte eine Stabilisierung, aber noch keine Wende. Der gemeldete Umsatz stieg zwar um 6,8 Prozent, organisch ging er jedoch um 1,4 Prozent zurück. Das EBITA vor Sondereffekten sank um 16,9 Prozent auf 113 Mio. SEK, die entsprechende Marge von 7,4 auf 5,7 Prozent.

Die erste Priorität gilt deshalb dem europäischen Kerngeschäft, dem größten Markt der Gruppe. Fagerhult überprüft Produktionsstruktur und Portfolio, ohne in der Mitteilung Details zu möglichen Folgen für einzelne Werke, Produktlinien oder Stellen zu nennen.

Parallel will der Konzern seine Innovationsposition verteidigen und in schnell wachsenden Segmenten zulegen. Ausdrücklich genannt werden Datenzentren und Verteidigung – zwei Märkte mit steigenden Investitionen, hohen technischen Anforderungen und vergleichsweise langen Projektzyklen. Bestehende Positionen im Retailgeschäft und bei intelligenten Lichtsystemen sollen ebenfalls ausgebaut werden.

Die dritte Priorität klingt organisatorisch, könnte aber tief in das bisherige Konzernmodell eingreifen. Mehr Zusammenarbeit, eine einheitlichere Marktbearbeitung und stärker koordinierte Investitionen deuten auf mehr zentrale Steuerung innerhalb der Markenfamilie hin.

Die angekündigte Verbesserung ist inzwischen genauer umrissen. Im Q2-Call bezifferte das Management den erwarteten EBITDA-Effekt auf insgesamt 220 Mio. SEK.

Davon sollen 100 Mio. SEK aus allgemeinen Kosteneinsparungen kommen und bereits im zweiten Halbjahr 2026 wirksam werden. Weitere 120 Mio. SEK entfallen auf strategische Maßnahmen, deren Wirkung teilweise erst im ersten Quartal 2027 erwartet wird.

Billig wird der Umbau allerdings nicht: Fagerhult rechnet mit einmaligen Restrukturierungskosten von rund 350 bis 400 Mio. SEK, die überwiegend im vierten Quartal 2026 und im ersten Quartal 2027 anfallen sollen. Damit ist die Sparlogik konkreter, aber auch riskanter – der Konzern muss einen hohen Vorlauf finanzieren, bevor die versprochene EBITDA-Verbesserung vollständig sichtbar wird.

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