Zumtobel schaltet auf Nachfolge
Heiner Lang löst Alfred Felder ab

Bei der Zumtobel Group geht im Herbst nicht nur ein Vorstandsvorsitz zu Ende. Mit Heiner Lang holt der österreichische Lichtkonzern einen Manager an die Spitze, dessen bisherige Laufbahn deutlich stärker von Automatisierung, Vernetzung und industrieller Technologie geprägt ist als von klassischer Beleuchtung.
Der Aufsichtsrat hat den bisherigen Wago-Chef zum neuen Chief Executive Officer bestellt. Lang wird am 1. September 2026 in den Vorstand eintreten und zum 1. Oktober den Vorsitz von Alfred Felder übernehmen. Felder steht seit 2018 an der Spitze des Unternehmens und soll seine Aufgaben bis Ende des Jahres schrittweise übergeben. Anschließend bleibt er Zumtobel beratend verbunden.
Der Wechsel kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt. Zumtobel hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit 1,040 Milliarden Euro Umsatz abgeschlossen, 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Das bereinigte EBIT sank um 9,7 Prozent auf 42,4 Millionen Euro, der Jahresgewinn brach von 15,5 auf 1,0 Millionen Euro ein. Für das abgelaufene Jahr soll keine Dividende gezahlt werden.
Ganz düster ist das Bild allerdings nicht. Im Lighting Segment ging der Umsatz zwar ebenfalls zurück, das bereinigte EBIT stieg dort jedoch um 6,6 Prozent auf 54,7 Millionen Euro. Die Segmentmarge verbesserte sich von 5,9 auf 6,6 Prozent. Lang übernimmt damit keinen Sanierungsfall, wohl aber einen Konzern, der Wachstum wieder überzeugender mit Ertrag verbinden muss.
Dafür bringt der promovierte Ingenieur einen ziemlich passenden Lebenslauf mit. Mehr als 25 Jahre war Lang in internationalen Industrie- und Führungsfunktionen tätig. Seit 2021 führte er die Wago Gruppe, einen Anbieter von Verbindungs- und Automatisierungstechnik mit rund 9.000 Beschäftigten. 2025 erzielte Wago einen Umsatz von rund 1,34 Milliarden Euro.
Zuvor war Lang Bereichsvorstand bei Bosch Rexroth und verantwortete dort die Fabrikautomation. Seine berufliche Herkunft dürfte deshalb für Zumtobel mindestens so interessant sein wie seine CEO-Erfahrung. Denn der Lichtmarkt verschiebt sich längst von der einzelnen Leuchte in Richtung vernetzter Systeme, Sensorik, Steuerung und Gebäudetechnik.
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Zumtobel schaltet auf Nachfolge
Heiner Lang löst Alfred Felder ab

Bei der Zumtobel Group geht im Herbst nicht nur ein Vorstandsvorsitz zu Ende. Mit Heiner Lang holt der österreichische Lichtkonzern einen Manager an die Spitze, dessen bisherige Laufbahn deutlich stärker von Automatisierung, Vernetzung und industrieller Technologie geprägt ist als von klassischer Beleuchtung.
Der Aufsichtsrat hat den bisherigen Wago-Chef zum neuen Chief Executive Officer bestellt. Lang wird am 1. September 2026 in den Vorstand eintreten und zum 1. Oktober den Vorsitz von Alfred Felder übernehmen. Felder steht seit 2018 an der Spitze des Unternehmens und soll seine Aufgaben bis Ende des Jahres schrittweise übergeben. Anschließend bleibt er Zumtobel beratend verbunden.
Der Wechsel kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt. Zumtobel hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit 1,040 Milliarden Euro Umsatz abgeschlossen, 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Das bereinigte EBIT sank um 9,7 Prozent auf 42,4 Millionen Euro, der Jahresgewinn brach von 15,5 auf 1,0 Millionen Euro ein. Für das abgelaufene Jahr soll keine Dividende gezahlt werden.
Ganz düster ist das Bild allerdings nicht. Im Lighting Segment ging der Umsatz zwar ebenfalls zurück, das bereinigte EBIT stieg dort jedoch um 6,6 Prozent auf 54,7 Millionen Euro. Die Segmentmarge verbesserte sich von 5,9 auf 6,6 Prozent. Lang übernimmt damit keinen Sanierungsfall, wohl aber einen Konzern, der Wachstum wieder überzeugender mit Ertrag verbinden muss.
Dafür bringt der promovierte Ingenieur einen ziemlich passenden Lebenslauf mit. Mehr als 25 Jahre war Lang in internationalen Industrie- und Führungsfunktionen tätig. Seit 2021 führte er die Wago Gruppe, einen Anbieter von Verbindungs- und Automatisierungstechnik mit rund 9.000 Beschäftigten. 2025 erzielte Wago einen Umsatz von rund 1,34 Milliarden Euro.
Zuvor war Lang Bereichsvorstand bei Bosch Rexroth und verantwortete dort die Fabrikautomation. Seine berufliche Herkunft dürfte deshalb für Zumtobel mindestens so interessant sein wie seine CEO-Erfahrung. Denn der Lichtmarkt verschiebt sich längst von der einzelnen Leuchte in Richtung vernetzter Systeme, Sensorik, Steuerung und Gebäudetechnik.
