Wer in Deutschland Teppichboden sagte, sagte einst Vorwerk – nicht von ungefähr: Die Marke geht auf Carl Vorwerk zurück, der 1883 in Wuppertal-Barmen die Weberei gründete, aus deren Linie – über Vorwerk & Co. Teppichwerke und Hamelner Teppichwerke – die heutige DAS TEPPICHWERK GmbH & Co. KG hervorging, im Januar 2025 formal etabliert. Hinter dem schlanken Rebranding liegt eine doppelte Bewegung: die rechtliche Loslösung vom Wuppertaler Vorwerk-Konzern, im Sommer 2020 per Management-Buy-out vollzogen, und die Bündelung der Markenarchitektur in Hameln, wo das familiengeführte Unternehmen unter dem geschäftsführenden Gesellschafter Tobias Arnold das Vorwerk-Produktsortiment unter Lizenz des Vorwerk-Konzerns fortführt.
Gefertigt wird ausschließlich in Hameln, und das in einer Fertigungstiefe, die selbst für diese Branche ungewöhnlich ist – vom Weben und Tuften über Färben, Drucken und Beschichten bis hin zum Konfektionieren und Veredeln. Rund 158 Mitarbeitende halten diese durchgängige Wertschöpfungskette vor Ort, ergänzt um eine eigene Recyclinganlage und einen wachsenden Anteil regenerierter Garne, darunter ECONYL®. Für das Objektgeschäft präsentiert die Marke Vorwerk die Kollektion Projection#1, vorgestellt zur BAU 2025 in München: zwölf Qualitäten in 152 Farb- und Dessinpositionen, ergänzt um Akustikfliesen, maßgefertigte Rugs und Bahnenware bis fünf Meter Breite – ein Portfolio, das Hotels, Büros, Banken, Gastronomie und den Transportsektor (Bahn, Marine) gleichermaßen adressiert.
Daneben stehen Passion und Fascination für den Wohnbereich, während die Schwestermarke Nordpfeil mit Moorea (Fliesen, Planken) und Stay (Bahnenware, Rugs) das Hospitality-Segment bedient. Mitgliedschaft im TFI Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen und im Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie, die üblichen Laborzertifizierungen, deutsche Produktion – die Konstanten bleiben unverändert, das öffentliche Gesicht nicht. Wer dem Namen DAS TEPPICHWERK zum ersten Mal begegnet, übersieht beinahe die programmatische Absicht dahinter; er kommt zu unaufgeregt daher, eher Werkstatt als Markenstrategie.