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Siemens-Know-how fürs Lichtgeschäft

Ruth Gratzke übernimmt Acuity Brands Lighting

21.08.2026 | 16:50
Ruth Gratzke übernimmt zum 1. September 2026 die Führung von Acuity Brands Lighting. Zuvor leitete sie Siemens Smart Infrastructure in den USA. Foto: Acuity Inc.

Acuity besetzt die Spitze seines Lichtgeschäfts neu – und holt dafür keine klassische Lichtmanagerin. Ruth Gratzke wird zum 1. September 2026 President von Acuity Brands Lighting (ABL). Sie berichtet direkt an Acuity-CEO Neil Ashe.

Gratzke kommt von Siemens. Dort war sie President von Siemens Smart Infrastructure in den USA und zugleich CEO von Siemens Industry, Inc. Ihr Verantwortungsbereich reichte von Smart Buildings über Grid-Edge-Technologien bis zur Energieinfrastruktur und zu Rechenzentren. Zuvor hatte sie Führungspositionen bei General Electric und Hubbell inne.

Das macht die Personalentscheidung interessanter als den üblichen Wechsel an einer Geschäftsspitze. Acuity Brands Lighting gehört zu den Schwergewichten im nordamerikanischen Markt für professionelle Beleuchtung. Gleichzeitig entwickelt der Mutterkonzern sein Profil seit Jahren weg vom reinen Leuchtenhersteller und hin zum Anbieter technischer Gebäudelösungen.

Neben ABL betreibt Acuity mit Acuity Intelligent Spaces ein zweites Segment für vernetzte Gebäude. Zum Portfolio des Konzerns gehören Beleuchtung und Lichtsteuerung ebenso wie Building-Management-Lösungen sowie Audio-, Video- und Control-Plattformen.

Genau an dieser Schnittstelle wird Gratzkes Siemens-Vergangenheit relevant. Wer Smart Infrastructure, Energieeffizienz und digitale Gebäude kennt, dürfte Licht kaum noch als isolierte Produktkategorie betrachten. Im Objektgeschäft wächst Beleuchtung vielmehr mit Sensorik, Steuerung, Gebäudemanagement und Daten zusammen.

CEO Neil Ashe verkauft die Personalie entsprechend offensiv. Gratzkes Erfahrung mit komplexen Technologie- und Infrastrukturgeschäften solle ABL helfen, seine Marktposition auszubauen und neue Wachstumschancen zu nutzen. Dass Acuity dabei von der „besten“ Lighting Company der Branche spricht, gehört zum erwartbaren Eigenlob einer Pressemitteilung.

Interessanter ist, was zwischen den Zeilen steht. Acuity braucht an der Spitze seines Lichtgeschäfts offenbar jemanden, der nicht nur Leuchten versteht, sondern ganze technische Ökosysteme. Das passt zu einem Markt, in dem Gebäudebetreiber Energieverbrauch, Lichtsteuerung und digitale Infrastruktur zunehmend gemeinsam betrachten.

Gratzke selbst verweist auf genau diese Entwicklung. Fortschritte bei Gebäudemanagement, Energieeffizienz und digitaler Technologie erweiterten die Möglichkeiten von Beleuchtung und Controls, erklärt sie. Damit steckt sie das Spielfeld deutlich breiter ab als klassische Produktentwicklung.

Für den nordamerikanischen Contract-Markt ist das relevant. Acuity zählt zu den großen US-Anbietern von Architektur-, Office- und Projektbeleuchtung und steht damit genau dort, wo die Trennung zwischen Leuchte, Steuerung und Gebäudetechnik zunehmend unscharf wird.

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Siemens-Know-how fürs Lichtgeschäft

Ruth Gratzke übernimmt Acuity Brands Lighting

21.08.2026 | 16:50
Ruth Gratzke übernimmt zum 1. September 2026 die Führung von Acuity Brands Lighting. Zuvor leitete sie Siemens Smart Infrastructure in den USA. Foto: Acuity Inc.

Acuity besetzt die Spitze seines Lichtgeschäfts neu – und holt dafür keine klassische Lichtmanagerin. Ruth Gratzke wird zum 1. September 2026 President von Acuity Brands Lighting (ABL). Sie berichtet direkt an Acuity-CEO Neil Ashe.

Gratzke kommt von Siemens. Dort war sie President von Siemens Smart Infrastructure in den USA und zugleich CEO von Siemens Industry, Inc. Ihr Verantwortungsbereich reichte von Smart Buildings über Grid-Edge-Technologien bis zur Energieinfrastruktur und zu Rechenzentren. Zuvor hatte sie Führungspositionen bei General Electric und Hubbell inne.

Das macht die Personalentscheidung interessanter als den üblichen Wechsel an einer Geschäftsspitze. Acuity Brands Lighting gehört zu den Schwergewichten im nordamerikanischen Markt für professionelle Beleuchtung. Gleichzeitig entwickelt der Mutterkonzern sein Profil seit Jahren weg vom reinen Leuchtenhersteller und hin zum Anbieter technischer Gebäudelösungen.

Neben ABL betreibt Acuity mit Acuity Intelligent Spaces ein zweites Segment für vernetzte Gebäude. Zum Portfolio des Konzerns gehören Beleuchtung und Lichtsteuerung ebenso wie Building-Management-Lösungen sowie Audio-, Video- und Control-Plattformen.

Genau an dieser Schnittstelle wird Gratzkes Siemens-Vergangenheit relevant. Wer Smart Infrastructure, Energieeffizienz und digitale Gebäude kennt, dürfte Licht kaum noch als isolierte Produktkategorie betrachten. Im Objektgeschäft wächst Beleuchtung vielmehr mit Sensorik, Steuerung, Gebäudemanagement und Daten zusammen.

CEO Neil Ashe verkauft die Personalie entsprechend offensiv. Gratzkes Erfahrung mit komplexen Technologie- und Infrastrukturgeschäften solle ABL helfen, seine Marktposition auszubauen und neue Wachstumschancen zu nutzen. Dass Acuity dabei von der „besten“ Lighting Company der Branche spricht, gehört zum erwartbaren Eigenlob einer Pressemitteilung.

Interessanter ist, was zwischen den Zeilen steht. Acuity braucht an der Spitze seines Lichtgeschäfts offenbar jemanden, der nicht nur Leuchten versteht, sondern ganze technische Ökosysteme. Das passt zu einem Markt, in dem Gebäudebetreiber Energieverbrauch, Lichtsteuerung und digitale Infrastruktur zunehmend gemeinsam betrachten.

Gratzke selbst verweist auf genau diese Entwicklung. Fortschritte bei Gebäudemanagement, Energieeffizienz und digitaler Technologie erweiterten die Möglichkeiten von Beleuchtung und Controls, erklärt sie. Damit steckt sie das Spielfeld deutlich breiter ab als klassische Produktentwicklung.

Für den nordamerikanischen Contract-Markt ist das relevant. Acuity zählt zu den großen US-Anbietern von Architektur-, Office- und Projektbeleuchtung und steht damit genau dort, wo die Trennung zwischen Leuchte, Steuerung und Gebäudetechnik zunehmend unscharf wird.

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