Praterinsel reicht nicht mehr
Munich Design Days bespielen 2027 auch das Haus der Kunst

Die Munich Design Days gehen 2027 in ihre dritte Ausgabe – und rücken näher an den Münchner Kulturkern. Vom 11. bis 14. März bleibt die Praterinsel der zentrale Veranstaltungsort. Neu hinzu kommt die Westgalerie im Haus der Kunst. Für ein junges Format ist das ein deutlicher Schritt: Die Veranstaltung will nicht mehr nur Branchentreff sein, sondern Designtermin mit öffentlicherem Anspruch.
Der bisherige Anker bleibt stark. Die ehemalige Spirituosen-Manufaktur auf der Praterinsel liefert mit Füllhalle, Orangerie, Zollgewölbe und Wurzelkeller weiterhin jene Mischung aus Industriegeschichte und Innenstadtlage, die dem Format von Beginn an geholfen hat. Ergänzt werden die Flächen durch die Praterinsel Ateliers, deren historische Atelierarchitektur zusätzliche Spielräume für Markeninszenierungen bieten soll.
Die eigentliche Verschiebung passiert jedoch an der Prinzregentenstraße. Mit dem Haus der Kunst gewinnt die Veranstaltung nicht nur zusätzliche Fläche, sondern einen Ort, der selbst über Architektur, Kulturgeschichte und öffentliche Wahrnehmung funktioniert. Genau deshalb ist dieser Schritt interessant: Design, Interior und Architektur werden hier nicht in eine neutrale Messehalle gestellt, sondern in einen Raum mit eigener Schwere.
Für den zentralen Raum der Westgalerie, den Theatersaal, arbeiten die Veranstalter mit Interior Designer Sebastian Zenker zusammen. „Wir freuen uns sehr, dass Sebastian Zenker und sein Team uns dabei unterstützen, den Theatersaal – den zentralen Raum der Westgalerie im Haus der Kunst – optimal in das Gesamtkonzept zu integrieren“, sagt Malte Perlitz von den Munich Design Days. Gemeinsam entwickle man eine Struktur, „die die besondere Architektur des Hauses aufgreift und zugleich den ausstellenden Marken den Raum gibt, sich bestmöglich zu präsentieren.“
Zenker setzt auf gereihte Stoffbahnen. „Unser Konzept der gereihten Stoffbahnen greift die Linearität und Klarheit des Haus der Kunst auf und verwandelt diese in eine räumliche Struktur“, so der Interior Designer. Entstehen sollen textile Streifen im Raum – als Verbindung von Möbeldesign, Textilkultur und Architektur. Das klingt zunächst präzise und ortssensibel. Entscheidend wird sein, ob daraus mehr entsteht als eine schöne Geste im großen Raum.
Auch die Munich Design Days City soll weiterentwickelt werden. Bewährte Formate wie Designtalks bleiben erhalten, zusätzliche Programmpunkte sind geplant. Die Shuttle-Anbindung soll verbessert, das Markenportfolio geschärft werden. „Neben einem moderaten Wachstum bei den teilnehmenden Marken steht dabei insbesondere die kuratorische Konzentration und Strukturierung des Angebots im Fokus“, sagt Klaus Winkler von den Munich Design Days.
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Praterinsel reicht nicht mehr
Munich Design Days bespielen 2027 auch das Haus der Kunst

Die Munich Design Days gehen 2027 in ihre dritte Ausgabe – und rücken näher an den Münchner Kulturkern. Vom 11. bis 14. März bleibt die Praterinsel der zentrale Veranstaltungsort. Neu hinzu kommt die Westgalerie im Haus der Kunst. Für ein junges Format ist das ein deutlicher Schritt: Die Veranstaltung will nicht mehr nur Branchentreff sein, sondern Designtermin mit öffentlicherem Anspruch.
Der bisherige Anker bleibt stark. Die ehemalige Spirituosen-Manufaktur auf der Praterinsel liefert mit Füllhalle, Orangerie, Zollgewölbe und Wurzelkeller weiterhin jene Mischung aus Industriegeschichte und Innenstadtlage, die dem Format von Beginn an geholfen hat. Ergänzt werden die Flächen durch die Praterinsel Ateliers, deren historische Atelierarchitektur zusätzliche Spielräume für Markeninszenierungen bieten soll.
Die eigentliche Verschiebung passiert jedoch an der Prinzregentenstraße. Mit dem Haus der Kunst gewinnt die Veranstaltung nicht nur zusätzliche Fläche, sondern einen Ort, der selbst über Architektur, Kulturgeschichte und öffentliche Wahrnehmung funktioniert. Genau deshalb ist dieser Schritt interessant: Design, Interior und Architektur werden hier nicht in eine neutrale Messehalle gestellt, sondern in einen Raum mit eigener Schwere.
Für den zentralen Raum der Westgalerie, den Theatersaal, arbeiten die Veranstalter mit Interior Designer Sebastian Zenker zusammen. „Wir freuen uns sehr, dass Sebastian Zenker und sein Team uns dabei unterstützen, den Theatersaal – den zentralen Raum der Westgalerie im Haus der Kunst – optimal in das Gesamtkonzept zu integrieren“, sagt Malte Perlitz von den Munich Design Days. Gemeinsam entwickle man eine Struktur, „die die besondere Architektur des Hauses aufgreift und zugleich den ausstellenden Marken den Raum gibt, sich bestmöglich zu präsentieren.“
Zenker setzt auf gereihte Stoffbahnen. „Unser Konzept der gereihten Stoffbahnen greift die Linearität und Klarheit des Haus der Kunst auf und verwandelt diese in eine räumliche Struktur“, so der Interior Designer. Entstehen sollen textile Streifen im Raum – als Verbindung von Möbeldesign, Textilkultur und Architektur. Das klingt zunächst präzise und ortssensibel. Entscheidend wird sein, ob daraus mehr entsteht als eine schöne Geste im großen Raum.
Auch die Munich Design Days City soll weiterentwickelt werden. Bewährte Formate wie Designtalks bleiben erhalten, zusätzliche Programmpunkte sind geplant. Die Shuttle-Anbindung soll verbessert, das Markenportfolio geschärft werden. „Neben einem moderaten Wachstum bei den teilnehmenden Marken steht dabei insbesondere die kuratorische Konzentration und Strukturierung des Angebots im Fokus“, sagt Klaus Winkler von den Munich Design Days.