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Vom Versuch zur Adresse

Munich Design Days legen zu

16.03.2026 | 16:53

Die Munich Design Days sind in diesen Tagen in ihre zweite Runde gegangen – und legten spürbar zu. Vom 12. bis 15. März zog das Format, parallel zum Münchner Stoff Frühling, auf der Münchner Praterinsel erneut Hersteller, Händler und Planer in die Isar-Metropole. Die Stimmung? Auffällig gut. Mehr Aussteller als zur Premiere im vergangenen Jahr, deutlich mehr Besucher – und vor allem: ein wachsender Anteil aus dem Contract-Bereich.

Schon die Premiere im vergangenen Jahr war ein kleiner Überraschungserfolg. Aber klar, viele wollten erst einmal sehen, ob daraus mehr wird als ein sympathisches Branchen-Get-together. Die Antwort fällt nach der zweiten Ausgabe ziemlich klar aus: Ja, das Ding funktioniert.

Auffällig war vor allem das Publikum. Mehr Architekten, mehr Innenarchitekten, mehr Raumausstatter. Genau die Zielgruppe, die viele Hersteller im Projektgeschäft erreichen wollen. Auch geografisch hat sich der Radius erweitert. Während 2025 noch stark süddeutsch geprägt war, hörte man diesmal deutlich öfter Stimmen aus Österreich, der Schweiz oder Norddeutschland.

Parallel wächst auch die Ausstellerliste. Namen wie Bullfrog, Draenert, Kettnaker, KFF, Ligne Roset oder Pulpo waren bereits im vergangenen Jahr dabei. 2026 kamen zahlreiche Marken neu hinzu: unter anderem Artemide, Brühl, Thonet, Wittmann, Walter Knoll oder Voglauer. Dazu Spezialisten wie Schönbuch, Mobimex oder Rohi. Kurz gesagt: deutlich mehr Gewicht im Premium-Interior. Nicht mehr dabei waren dagegen nur wenige Unternehmen – etwa A&D Ambiente und Design, Femira oder tRACK. Unterm Strich wächst das Format also deutlich.

Was viele Aussteller besonders loben: die Organisation. Mehrfach war zu hören, dass die Veranstalter genau zuhören – und Wünsche der Marken schnell umsetzen. In einer Branche, in der Messeformate gern einmal etwas behäbig reagieren, fällt das auf.

Jan Kurtz (Jan Kurtz)

Patrick L'hoste (Pulpo)

Lea Oberwelland (Werther)

Patric Draenert (Draenert)

Hinter den Munich Design Days stehen bekanntlich Malte Perlitz und Klaus Winkler. Zwei Branchenkenner, die mit der Veranstaltung eine Plattform schaffen wollten, die bewusst kleiner und persönlicher bleibt als klassische Messen. Dass das Konzept funktioniert, merkt man spätestens beim Rundgang durch die Showrooms auf der Insel. Kurze Wege. Viele Gespräche. Keine hektischen Hallen. Stattdessen eine Mischung aus Ausstellung, Branchentreffen und Netzwerktreffen.

Malte Perlitz selbst blieb bei seinem Auftritt eher zurückhaltend. Er sei „sehr dankbar“, sagte er kurz. Viel mehr nicht. Aber man musste kein Branchenpsychologe sein, um zu sehen: Der Mann ist ziemlich zufrieden.

Dass es so gut funktioniert, liegt vielleicht auch am Gesamtkontext. Der Münchner Stoff Frühling liefert seit Jahren den Besucherstrom der Textil- und Interior-Planer. Die Munich Design Days docken daran an – und erweitern das Ganze um Möbel und Interior-Marken. Textil trifft Möbel. Möbel treffen Planer. Eine Kombination, die offensichtlich funktioniert.

Ja, noch ist das Format überschaubar. Genau das scheint vielen zu gefallen. Oder wie es eine Besucherin aus der Planungsszene formulierte:

„Hier geht es nicht um Größe. Hier geht es um die richtigen Leute.“

Wenn sich die Entwicklung so fortsetzt, könnte München im März langfristig einen zweiten festen Interior-Termin bekommen. Ein Pflänzchen ist das jedenfalls nicht mehr.

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Munich Design Days legen zu

16.03.2026 | 16:53

Die Munich Design Days sind in diesen Tagen in ihre zweite Runde gegangen – und legten spürbar zu. Vom 12. bis 15. März zog das Format, parallel zum Münchner Stoff Frühling, auf der Münchner Praterinsel erneut Hersteller, Händler und Planer in die Isar-Metropole. Die Stimmung? Auffällig gut. Mehr Aussteller als zur Premiere im vergangenen Jahr, deutlich mehr Besucher – und vor allem: ein wachsender Anteil aus dem Contract-Bereich.

Schon die Premiere im vergangenen Jahr war ein kleiner Überraschungserfolg. Aber klar, viele wollten erst einmal sehen, ob daraus mehr wird als ein sympathisches Branchen-Get-together. Die Antwort fällt nach der zweiten Ausgabe ziemlich klar aus: Ja, das Ding funktioniert.

Auffällig war vor allem das Publikum. Mehr Architekten, mehr Innenarchitekten, mehr Raumausstatter. Genau die Zielgruppe, die viele Hersteller im Projektgeschäft erreichen wollen. Auch geografisch hat sich der Radius erweitert. Während 2025 noch stark süddeutsch geprägt war, hörte man diesmal deutlich öfter Stimmen aus Österreich, der Schweiz oder Norddeutschland.

Parallel wächst auch die Ausstellerliste. Namen wie Bullfrog, Draenert, Kettnaker, KFF, Ligne Roset, Pulpo oder Thonet waren bereits im vergangenen Jahr dabei. 2026 kamen zahlreiche Marken neu hinzu: unter anderem Artemide, Brühl, Wittmann, Walter Knoll oder Voglauer. Dazu Spezialisten wie Schönbuch, Mobimex oder Rohi. Kurz gesagt: deutlich mehr Gewicht im Premium-Interior. Nicht mehr dabei waren dagegen nur wenige Unternehmen – etwa A&D Ambiente und Design, Femira oder tRACK. Unterm Strich wächst das Format also deutlich.

Was viele Aussteller besonders loben: die Organisation. Mehrfach war zu hören, dass die Veranstalter genau zuhören – und Wünsche der Marken schnell umsetzen. In einer Branche, in der Messeformate gern einmal etwas behäbig reagieren, fällt das auf.

Hinter den Munich Design Days stehen bekanntlich Malte Perlitz und Klaus Winkel. Zwei Branchenkenner, die mit der Veranstaltung eine Plattform schaffen wollten, die bewusst kleiner und persönlicher bleibt als klassische Messen. Dass das Konzept funktioniert, merkt man spätestens beim Rundgang durch die Showrooms auf der Insel. Kurze Wege. Viele Gespräche. Keine hektischen Hallen. Stattdessen eine Mischung aus Ausstellung, Branchentreffen und Netzwerktreffen.

Malte Perlitz selbst blieb bei seinem Auftritt eher zurückhaltend. Er sei „sehr dankbar“, sagte er kurz. Viel mehr nicht. Aber man musste kein Branchenpsychologe sein, um zu sehen: Der Mann ist ziemlich zufrieden.

Dass es so gut funktioniert, liegt vielleicht auch am Gesamtkontext. Der Münchner Stoff Frühling liefert seit Jahren den Besucherstrom der Textil- und Interior-Planer. Die Munich Design Days docken daran an – und erweitern das Ganze um Möbel und Interior-Marken. Textil trifft Möbel. Möbel treffen Planer. Eine Kombination, die offensichtlich funktioniert.

Ja, noch ist das Format überschaubar. Genau das scheint vielen zu gefallen. Oder wie es eine Besucherin aus der Planungsszene formulierte:

„Hier geht es nicht um Größe. Hier geht es um die richtigen Leute.“

Wenn sich die Entwicklung so fortsetzt, könnte München im März langfristig einen zweiten festen Interior-Termin bekommen. Ein Pflänzchen ist das jedenfalls nicht mehr.