Ein Stuhl ist noch kein Konzept
Wilkhahn-Chef Götz Stamm plädiert im Handelsblatt für ganzheitliche Lösungen

Man kann ein Interview wie ein Protokoll abliefern. Oder wie eine Ansage nutzen. Götz Stamm entscheidet sich im aktuellen Beileger des Handelsblatt klar für Letzteres – und zieht gleich zu Beginn eine klare Linie: Das Büro ist kein Ort mehr, zu dem man geht, weil man muss. Sondern einer, der Gründe liefern muss, warum man kommt. Genau da setzt Stamm an. Und genau da beginnt der Markt.
Der Begriff „Arbeitsplatz“ spielt dabei kaum noch eine Rolle. Stattdessen spricht Stamm vom „Möglichkeitsraum“. Klingt erst einmal nach Buzzword. Wird aber schnell handfest. Kultur, Identität, Zusammenarbeit – alles Dinge, die sich nicht per Kalender-Einladung erzwingen lassen. Und genau hier setzt die Provokation an: Wer Mitarbeitende per „Return to Office“ zurückbeordert, hat das Problem nicht gelöst, sondern nur verlagert. Das Büro müsse überzeugen. Sonst bleibt es leer.
Dass Wilkhahn diese Argumentation mitträgt, überrascht nicht. Ergonomie, Bewegung, Aktivierung – die bekannten Themen sind präsent. Neu ist der Ton. Stamm argumentiert weniger mit Haltung, mehr mit Zahlen. Gesundheit als Produktivitätsfaktor. Ergonomie als Hebel für Rentabilität. Kurz: Der gute Stuhl rechnet sich. Das ist keine Designromantik mehr, sondern eine nüchterne Managementthese. Und natürlich eine, die sehr gut ins eigene Portfolio passt.
Beim Thema Hybridarbeit wird es ähnlich klar. Die Realität vieler Unternehmen beschreibt Stamm indirekt als Flickwerk: hier ein Video-Call, dort ein Konferenzraum, dazwischen jede Menge Reibung. Die Antwort darauf ist wenig überraschend, aber konsequent gedacht: Integration. Möbel und Technik sollen zusammen funktionieren, Medienbrüche verschwinden. Programme wie „Confair Next“ stehen exemplarisch dafür. Oder anders formuliert: Wenn sich hybride Meetings immer noch wie ein Kompromiss anfühlen, stimmt das Setup nicht – und genau dort beginnt der Markt für Lösungen.
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Ein Stuhl ist noch kein Konzept
Wilkhahn-Chef Götz Stamm plädiert im Handelsblatt für ganzheitliche Lösungen

Man kann ein Interview wie ein Protokoll abliefern. Oder wie eine Ansage nutzen. Götz Stamm entscheidet sich im aktuellen Beileger des Handelsblatt klar für Letzteres – und zieht gleich zu Beginn eine klare Linie: Das Büro ist kein Ort mehr, zu dem man geht, weil man muss. Sondern einer, der Gründe liefern muss, warum man kommt. Genau da setzt Stamm an. Und genau da beginnt der Markt.
Der Begriff „Arbeitsplatz“ spielt dabei kaum noch eine Rolle. Stattdessen spricht Stamm vom „Möglichkeitsraum“. Klingt erst einmal nach Buzzword. Wird aber schnell handfest. Kultur, Identität, Zusammenarbeit – alles Dinge, die sich nicht per Kalender-Einladung erzwingen lassen. Und genau hier setzt die Provokation an: Wer Mitarbeitende per „Return to Office“ zurückbeordert, hat das Problem nicht gelöst, sondern nur verlagert. Das Büro müsse überzeugen. Sonst bleibt es leer.
Dass Wilkhahn diese Argumentation mitträgt, überrascht nicht. Ergonomie, Bewegung, Aktivierung – die bekannten Themen sind präsent. Neu ist der Ton. Stamm argumentiert weniger mit Haltung, mehr mit Zahlen. Gesundheit als Produktivitätsfaktor. Ergonomie als Hebel für Rentabilität. Kurz: Der gute Stuhl rechnet sich. Das ist keine Designromantik mehr, sondern eine nüchterne Managementthese. Und natürlich eine, die sehr gut ins eigene Portfolio passt.
Beim Thema Hybridarbeit wird es ähnlich klar. Die Realität vieler Unternehmen beschreibt Stamm indirekt als Flickwerk: hier ein Video-Call, dort ein Konferenzraum, dazwischen jede Menge Reibung. Die Antwort darauf ist wenig überraschend, aber konsequent gedacht: Integration. Möbel und Technik sollen zusammen funktionieren, Medienbrüche verschwinden. Programme wie „Confair Next“ stehen exemplarisch dafür. Oder anders formuliert: Wenn sich hybride Meetings immer noch wie ein Kompromiss anfühlen, stimmt das Setup nicht – und genau dort beginnt der Markt für Lösungen.
