
5,16 Mrd. Euro Umsatz. Plus 2,3 Prozent. Klingt solide. Ist es auch. Aber wenn man sich den Hausgerätemarkt anschaut, wird schnell klar: In Gütersloh ist man gerade vor allem froh, dass das Geschäft überhaupt wächst.
Der Premiumhersteller Miele hat 2025 also leicht zugelegt – und damit gezeigt, dass selbst Traditionsmarken mit sehr hoher Preislage nicht komplett immun gegen die aktuelle Konsumzurückhaltung sind. Wachstum ja, aber eben moderat.
Interessant dabei, woher die Impulse kommen. Zum einen aus dem Küchensegment – wenig überraschend. Zum anderen aber zunehmend aus dem gewerblichen Geschäft. Der Bereich Professional, also Technik für Wäschereien, Labore oder Krankenhäuser, bringt inzwischen mehr als eine Milliarde Euro Umsatz.
Parallel hat der Konzern ein großes Effizienzprogramm hinter sich gebracht. Das sogenannte Miele Performance Program, 2024 gestartet, sollte die Kostenstruktur auf Vordermann bringen. Laut Unternehmen wurden Einsparungen von rund 500 Mio. Euro realisiert – unter anderem durch mehr als 3.000 Einzelmaßnahmen im Konzern.
Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter und eine der prägenden Figuren bei Miele, formuliert das erwartungsgemäß etwas eleganter: „Das Jahr 2025 war von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Dennoch konnten wir unsere Marktposition behaupten und zugleich Zukunftsthemen gezielt vorantreiben“ Übersetzen könnte man’s vielleicht so: Der Markt ist schwierig, aber Miele kommt klar.
Ganz ohne Veränderungen geht das allerdings nicht. Die Zahl der Beschäftigten sank leicht auf rund 23.000 weltweit. Gleichzeitig investiert das Unternehmen kräftig weiter – allein 468 Mio. Euro in den Jahren 2024 und 2025. Bis 2028 sollen rund 500 Mio. Euro davon allein in Deutschland fließen, etwa in Werke, Entwicklungszentren und Schulungsstandorte.
Strategisch setzt Miele weiterhin auf seine klassische Mischung: Premiumprodukte, technische Innovationen und eine ordentliche Portion Markenversprechen. Ein Beispiel: Seit 2025 gibt es auf die Motoren bestimmter Waschmaschinen eine 25-Jahre-Garantie.
Oder wie Miele-Gesellschafter Markus Miele es formuliert: „Wir geben Garantien in einer Zeit ohne Garantien.“
Das passt ganz gut zum Selbstbild des Unternehmens. Während viele Hersteller im Hausgerätemarkt stärker über Preise konkurrieren, setzt Miele weiter auf Premiumpositionierung, Langlebigkeit und technische Differenzierung.
Ob das reicht, wird sich zeigen. Denn auch im Premiumsegment werden die Zeiten nicht einfacher. Der Hausgerätemarkt ist gesättigt, Innovationen werden schneller kopiert, und die Konsumenten wägen größere Anschaffungen genauer ab.
Bis dahin gilt: Miele wächst – nur eben nicht mehr ganz so mühelos wie früher.
Miele wächst ein bisschen
Premium-Riese spart, investiert – und hofft auf bessere Zeiten

5,16 Mrd. Euro Umsatz. Plus 2,3 Prozent. Klingt solide. Ist es auch. Aber wenn man sich den Hausgerätemarkt anschaut, wird schnell klar: In Gütersloh ist man gerade vor allem froh, dass das Geschäft überhaupt wächst.
Der Premiumhersteller Miele hat 2025 also leicht zugelegt – und damit gezeigt, dass selbst Traditionsmarken mit sehr hoher Preislage nicht komplett immun gegen die aktuelle Konsumzurückhaltung sind. Wachstum ja, aber eben moderat.
Interessant dabei, woher die Impulse kommen. Zum einen aus dem Küchensegment – wenig überraschend. Zum anderen aber zunehmend aus dem gewerblichen Geschäft. Der Bereich Professional, also Technik für Wäschereien, Labore oder Krankenhäuser, bringt inzwischen mehr als eine Milliarde Euro Umsatz.
Parallel hat der Konzern ein großes Effizienzprogramm hinter sich gebracht. Das sogenannte Miele Performance Program, 2024 gestartet, sollte die Kostenstruktur auf Vordermann bringen. Laut Unternehmen wurden Einsparungen von rund 500 Mio. Euro realisiert – unter anderem durch mehr als 3.000 Einzelmaßnahmen im Konzern.
Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter und eine der prägenden Figuren bei Miele, formuliert das erwartungsgemäß etwas eleganter: „Das Jahr 2025 war von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Dennoch konnten wir unsere Marktposition behaupten und zugleich Zukunftsthemen gezielt vorantreiben“ Übersetzen könnte man’s vielleicht so: Der Markt ist schwierig, aber Miele kommt klar.
Ganz ohne Veränderungen geht das allerdings nicht. Die Zahl der Beschäftigten sank leicht auf rund 23.000 weltweit. Gleichzeitig investiert das Unternehmen kräftig weiter – allein 468 Mio. Euro in den Jahren 2024 und 2025. Bis 2028 sollen rund 500 Mio. Euro davon allein in Deutschland fließen, etwa in Werke, Entwicklungszentren und Schulungsstandorte.
Strategisch setzt Miele weiterhin auf seine klassische Mischung: Premiumprodukte, technische Innovationen und eine ordentliche Portion Markenversprechen. Ein Beispiel: Seit 2025 gibt es auf die Motoren bestimmter Waschmaschinen eine 25-Jahre-Garantie.
Oder wie Miele-Gesellschafter Markus Miele es formuliert: „Wir geben Garantien in einer Zeit ohne Garantien.“
Das passt ganz gut zum Selbstbild des Unternehmens. Während viele Hersteller im Hausgerätemarkt stärker über Preise konkurrieren, setzt Miele weiter auf Premiumpositionierung, Langlebigkeit und technische Differenzierung.
Ob das reicht, wird sich zeigen. Denn auch im Premiumsegment werden die Zeiten nicht einfacher. Der Hausgerätemarkt ist gesättigt, Innovationen werden schneller kopiert, und die Konsumenten wägen größere Anschaffungen genauer ab.
Bis dahin gilt: Miele wächst – nur eben nicht mehr ganz so mühelos wie früher.