Der Strategiewechsel bekommt ein Gesicht. Orbital Design Collective – bis 2023 noch als Calligaris Group unterwegs – hat sich einen neuen CEO geholt. Und der kommt nicht aus den eigenen Reihen, sondern vom designschweren Nachbarn: Flos.
Matteo Luoni übernimmt die Führung und folgt auf Alexander Zschokke, der den Posten seit 2023 innehatte. Luoni bringt genau das Profil mit, das man in Mailand aktuell sucht: Strategie, M&A, Markenverständnis. Zuletzt leitete er Flos als CEO, zuvor verantwortete er innerhalb der Flos B&B Italia Group Strategie, Business Development und Zukäufe. Ein Abstecher zu Arclinea inklusive.
Die Mission ist klar formuliert. Luoni soll das Unternehmen in eine „neue Entwicklungsphase" führen und die Position in den Kernmärkten schärfen. Übersetzt: mehr Profil, mehr Schlagkraft, mehr Relevanz im globalen Wettbewerb.
Dass dafür ein externer Impuls nötig ist, überrascht nicht. Die Gruppe hat sich in den letzten Jahren neu sortiert. 2023 der Namenswechsel zu Orbital Design Collective. Parallel der Umzug der Traditionsmarke Calligaris in eigene Mailänder Räume. Der Bruch mit der Vergangenheit ist gewollt – zumindest kommunikativ.
Dabei ist die DNA tief verwurzelt. 1923 als Handwerksbetrieb in Manzano gegründet, hat sich Calligaris über ein Jahrhundert zum Markenverbund entwickelt. Heute gehören neben Calligaris auch Ditre Italia und Luceplan dazu. Ergänzt wird das Portfolio durch jüngere Labels wie Connubia und Fatboy – letzteres seit 2021 an Bord.
Im Hintergrund wirkt seit 2018 der Private-Equity-Investor Alpha Private Equity. Auch das erklärt den aktuellen Fokus: Portfolio schärfen, Wachstum strukturieren, Exit-Optionen offenhalten.
Parallel spielt sich beim ehemaligen Arbeitgeber des neuen CEOs ein eigenes Kapitel ab. Die Flos B&B Italia Group gilt seit Monaten als strategisch in Bewegung. Im Raum stehen Teilverkäufe. Interesse soll unter anderem von
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