Création Baumann
Création Baumann gehört zu jener kleinen Gruppe europäischer Textilunternehmen, deren Existenz unter heutigen Bedingungen – Hochlohnstandort, starker Schweizer Franken, weltweite Konkurrenz aus Niedriglohnländern – statistisch eigentlich nicht vorgesehen ist: am 1. Oktober 1886 von Friedrich Baumann und Albert Brand im bernischen Langenthal als Leinenweberei Brand & Baumann gegründet, 1970 erstmals weltweit unter dem Markennamen Création Baumann zusammengeführt, seit dem Jahr 2000 in vierter Generation von Philippe Baumann geführt und bis heute ausschließlich in Familienbesitz, beschäftigt das Haus rund 260 Mitarbeitende, unterhält neun Tochtergesellschaften und ist über Agenturen und Distributoren in rund 40 Ländern präsent – mit Showrooms unter anderem in New York, Paris, London und Tokio.
Das ungewöhnliche Profil beruht auf einer vertikal integrierten Wertschöpfung: Design-Atelier, Forschung und Entwicklung, Weberei, Färberei, Veredlung sowie Marketing und Vertrieb finden ausnahmslos in Langenthal statt – ein Modell, das in der Branche zur Ausnahme geworden ist und Création Baumann zugleich erlaubt, kleine Stückzahlen wie individuelle Digitaldrucke ab fünf Laufmetern ebenso zu fertigen wie Großaufträge für das British Museum in London, das Paul-Klee-Zentrum in Bern, das Stapferhaus Lenzburg oder das Hôtel de Paris in Monte-Carlo. Im technologisch anspruchsvollen Segment – schallabsorbierende Stoffe, Blend- und Wärmeschutz, Verdunkelung, Akustiktrennvorhänge – gehört Création Baumann zu den international führenden Adressen; die in der Schweiz entwickelten Klassiker Lord (rund 70 Prozent Schallabsorption) und Kent stehen exemplarisch dafür.
Die jüngeren Kollektionsbewegungen verlängern diese Linie konsequent in Richtung Nachhaltigkeit und multifunktionaler Raumtextilien: NATURE & POEMS rückt naturnahe Strukturen und gedämpfte Farben ins Zentrum, HOMMAGE inszeniert eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, die Akustikpaneele Recycled werden aus Resttextilien gefertigt, eine eigene Healthcare-Linie um den Trennvorhangstoff ZONA bedient den Klinik- und Pflegebereich. Im November 2025 lanciert das Haus mit der Langenthaler Marke lavie (Balsiger Textil AG) zudem eine zweite Fertigvorhang-Edition aus Restposten – Linaria, Linaria Color Block und Gingerino, gefertigt in der Schweiz, Italien und Belgien. So wird, was sich anderswo zwischen Designanspruch und Lieferzeit nicht selten verliert, in Langenthal zur durchgehenden Erzählung: derselbe Quadratmeter, gemustert, akustisch wirksam, dunkel verklappbar, am Ende ein Vorhang aus Resten.
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Création Baumann
Création Baumann gehört zu jener kleinen Gruppe europäischer Textilunternehmen, deren Existenz unter heutigen Bedingungen – Hochlohnstandort, starker Schweizer Franken, weltweite Konkurrenz aus Niedriglohnländern – statistisch eigentlich nicht vorgesehen ist: am 1. Oktober 1886 von Friedrich Baumann und Albert Brand im bernischen Langenthal als Leinenweberei Brand & Baumann gegründet, 1970 erstmals weltweit unter dem Markennamen Création Baumann zusammengeführt, seit dem Jahr 2000 in vierter Generation von Philippe Baumann geführt und bis heute ausschließlich in Familienbesitz, beschäftigt das Haus rund 260 Mitarbeitende, unterhält neun Tochtergesellschaften und ist über Agenturen und Distributoren in rund 40 Ländern präsent – mit Showrooms unter anderem in New York, Paris, London und Tokio.
Das ungewöhnliche Profil beruht auf einer vertikal integrierten Wertschöpfung: Design-Atelier, Forschung und Entwicklung, Weberei, Färberei, Veredlung sowie Marketing und Vertrieb finden ausnahmslos in Langenthal statt – ein Modell, das in der Branche zur Ausnahme geworden ist und Création Baumann zugleich erlaubt, kleine Stückzahlen wie individuelle Digitaldrucke ab fünf Laufmetern ebenso zu fertigen wie Großaufträge für das British Museum in London, das Paul-Klee-Zentrum in Bern, das Stapferhaus Lenzburg oder das Hôtel de Paris in Monte-Carlo. Im technologisch anspruchsvollen Segment – schallabsorbierende Stoffe, Blend- und Wärmeschutz, Verdunkelung, Akustiktrennvorhänge – gehört Création Baumann zu den international führenden Adressen; die in der Schweiz entwickelten Klassiker Lord (rund 70 Prozent Schallabsorption) und Kent stehen exemplarisch dafür.
Die jüngeren Kollektionsbewegungen verlängern diese Linie konsequent in Richtung Nachhaltigkeit und multifunktionaler Raumtextilien: NATURE & POEMS rückt naturnahe Strukturen und gedämpfte Farben ins Zentrum, HOMMAGE inszeniert eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, die Akustikpaneele Recycled werden aus Resttextilien gefertigt, eine eigene Healthcare-Linie um den Trennvorhangstoff ZONA bedient den Klinik- und Pflegebereich. Im November 2025 lanciert das Haus mit der Langenthaler Marke lavie (Balsiger Textil AG) zudem eine zweite Fertigvorhang-Edition aus Restposten – Linaria, Linaria Color Block und Gingerino, gefertigt in der Schweiz, Italien und Belgien. So wird, was sich anderswo zwischen Designanspruch und Lieferzeit nicht selten verliert, in Langenthal zur durchgehenden Erzählung: derselbe Quadratmeter, gemustert, akustisch wirksam, dunkel verklappbar, am Ende ein Vorhang aus Resten.
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