
Der Möbelhandel in Deutschland hat auch 2025 kein Jahr erlebt, das man sich gerahmt ins Büro hängen möchte. Die Branche kämpft weiter mit einer Mischung aus schwachem Wohnungsbau, verunsicherten Kunden und wachsender Regulierung. Unterm Strich ergibt sich ein Markt, der leicht schrumpft – und sich gleichzeitig erstaunlich stabil hält.
Nach Berechnungen des IFH Köln sank das Marktvolumen im Möbelhandel (ohne Elektrogeräte) 2025 leicht von 25,7 Mrd Euro auf 25,4 Mrd Euro. Ein Minus von rund einem Prozent. Dramatisch klingt das nicht. Wer allerdings genauer hinschaut, erkennt schnell: Der Markt bewegt sich weiterhin eher seitwärts – mit deutlicher Tendenz zur Geduldsprobe.
Innerhalb der Warengruppen zeigt sich ein bekanntes Bild. Küchen halten sich vergleichsweise stabil und legten sogar leicht zu. Der Umsatz wuchs um 1,7 Prozent. In vielen anderen Bereichen sieht es weniger freundlich aus. Polstermöbel verloren 2,3 Prozent, Büromöbel sogar 4,1 Prozent. Auch Matratzen inklusive Rahmen und Lattenrosten lagen mit minus 2,2 Prozent unter dem Vorjahr. Gartenmöbel und sonstige Wohnmöbel gaben um 1,1 Prozent nach.
Kurz gesagt: Die Küche bleibt einmal mehr der robuste Anker im Markt – während viele andere Segmente weiter nach Orientierung suchen.
Für den Handelsverband Möbel und Küchen (BVDM) überrascht diese Entwicklung wenig. „Die Zahlen zeigen deutlich, dass sich der Möbelhandel weiterhin in einem anspruchsvollen Marktumfeld bewegt“, sagt Präsident Dirk Tesch. Als Ursachen nennt er die schwache Baukonjunktur, wirtschaftliche Unsicherheit und steigende regulatorische Anforderungen.
Vor allem der Wohnungsbau wirkt derzeit wie eine angezogene Handbremse für die Branche. Weniger Neubauten bedeuten zwangsläufig weniger neue Küchen, Sofas oder Schlafzimmer. Der Markt lebt deshalb vor allem von Renovierungen und Ersatzkäufen – also von Kunden, die ohnehin irgendwann etwas Neues gebraucht hätten.
Gleichzeitig zeigen sich Verbraucher bei größeren Anschaffungen zunehmend vorsichtig. Möbel gehören nun einmal zu den Investitionen, die man auch problemlos ein paar Monate oder Jahre verschieben kann. Stattdessen fließt Geld aktuell häufiger in Reisen, Freizeit oder andere Konsumbereiche.
Und dann ist da noch das Thema Regulierung. Lieferkettengesetz, entwaldungsfreie Lieferketten, neue europäische Vorgaben – die Liste wird länger. Für viele Händler bedeutet das vor allem eins: mehr Bürokratie, mehr Dokumentation und mehr Aufwand. Ressourcen, die man eigentlich lieber in Sortimente, Service oder Verkaufsflächen stecken würde.
Der Verband setzt deshalb vor allem auf bessere Rahmenbedingungen. Wenn der Wohnungsbau wieder anzieht und das Vertrauen der Verbraucher zurückkehrt, könnte sich auch die Nachfrage im Möbelhandel erholen. Dirk Tesch formuliert es vorsichtig optimistisch: Unter stabileren wirtschaftlichen Bedingungen könne die Branche durchaus hoffnungsvoll auf 2026 blicken.
Bis dahin gilt allerdings eine alte Branchenweisheit, die derzeit wieder erstaunlich aktuell wirkt: Möbel werden zwar immer gebraucht – aber manchmal eben später.
Möbelhandel weiter im Gegenwind
Wenigstens die Küchen halten sich

Der Möbelhandel in Deutschland hat auch 2025 kein Jahr erlebt, das man sich gerahmt ins Büro hängen möchte. Die Branche kämpft weiter mit einer Mischung aus schwachem Wohnungsbau, verunsicherten Kunden und wachsender Regulierung. Unterm Strich ergibt sich ein Markt, der leicht schrumpft – und sich gleichzeitig erstaunlich stabil hält.
Nach Berechnungen des IFH Köln sank das Marktvolumen im Möbelhandel (ohne Elektrogeräte) 2025 leicht von 25,7 Mrd Euro auf 25,4 Mrd Euro. Ein Minus von rund einem Prozent. Dramatisch klingt das nicht. Wer allerdings genauer hinschaut, erkennt schnell: Der Markt bewegt sich weiterhin eher seitwärts – mit deutlicher Tendenz zur Geduldsprobe.
Innerhalb der Warengruppen zeigt sich ein bekanntes Bild. Küchen halten sich vergleichsweise stabil und legten sogar leicht zu. Der Umsatz wuchs um 1,7 Prozent. In vielen anderen Bereichen sieht es weniger freundlich aus. Polstermöbel verloren 2,3 Prozent, Büromöbel sogar 4,1 Prozent. Auch Matratzen inklusive Rahmen und Lattenrosten lagen mit minus 2,2 Prozent unter dem Vorjahr. Gartenmöbel und sonstige Wohnmöbel gaben um 1,1 Prozent nach.
Kurz gesagt: Die Küche bleibt einmal mehr der robuste Anker im Markt – während viele andere Segmente weiter nach Orientierung suchen.
Für den Handelsverband Möbel und Küchen (BVDM) überrascht diese Entwicklung wenig. „Die Zahlen zeigen deutlich, dass sich der Möbelhandel weiterhin in einem anspruchsvollen Marktumfeld bewegt“, sagt Präsident Dirk Tesch. Als Ursachen nennt er die schwache Baukonjunktur, wirtschaftliche Unsicherheit und steigende regulatorische Anforderungen.
Vor allem der Wohnungsbau wirkt derzeit wie eine angezogene Handbremse für die Branche. Weniger Neubauten bedeuten zwangsläufig weniger neue Küchen, Sofas oder Schlafzimmer. Der Markt lebt deshalb vor allem von Renovierungen und Ersatzkäufen – also von Kunden, die ohnehin irgendwann etwas Neues gebraucht hätten.
Gleichzeitig zeigen sich Verbraucher bei größeren Anschaffungen zunehmend vorsichtig. Möbel gehören nun einmal zu den Investitionen, die man auch problemlos ein paar Monate oder Jahre verschieben kann. Stattdessen fließt Geld aktuell häufiger in Reisen, Freizeit oder andere Konsumbereiche.
Und dann ist da noch das Thema Regulierung. Lieferkettengesetz, entwaldungsfreie Lieferketten, neue europäische Vorgaben – die Liste wird länger. Für viele Händler bedeutet das vor allem eins: mehr Bürokratie, mehr Dokumentation und mehr Aufwand. Ressourcen, die man eigentlich lieber in Sortimente, Service oder Verkaufsflächen stecken würde.
Der Verband setzt deshalb vor allem auf bessere Rahmenbedingungen. Wenn der Wohnungsbau wieder anzieht und das Vertrauen der Verbraucher zurückkehrt, könnte sich auch die Nachfrage im Möbelhandel erholen. Dirk Tesch formuliert es vorsichtig optimistisch: Unter stabileren wirtschaftlichen Bedingungen könne die Branche durchaus hoffnungsvoll auf 2026 blicken.
Bis dahin gilt allerdings eine alte Branchenweisheit, die derzeit wieder erstaunlich aktuell wirkt: Möbel werden zwar immer gebraucht – aber manchmal eben später.