Fredericia
Fredericia ist einer der bedeutendsten dänischen Möbelhersteller für den Bereich handwerklich gefertigter Contract- und Wohnmöbel, gegründet 1911 von N.P. Ravnsø als Fredericia Stolefabrik (Fredericia Stuhlfabrik) in der Stadt Fredericia (Jütland, Dänemark). 1955 erwarb Andreas Graversen das Unternehmen unter einer selbst gestellten Bedingung: dass Børge Mogensen (1914–1972) — der demokratische Designpionier und Schüler von Kaare Klint — als leitender Designer dazukam. Graversen und Mogensen kannten sich von der FDB (Dänische Verbrauchergenossenschaft), wo Mogensen als Leiter des Designstudios tätig gewesen war. Was folgte, ist eine der kanonischsten Industrie-Designer-Partnerschaften der dänischen Designgeschichte: Mogensens erstes Produkt für Fredericia war das Sofa Nr. 1 (1955). 1958 erschien der Spanische Stuhl — massiver Europäischer Eichenrahmen, breite Armlehnen, aufgehängte Sattelleder-Sitz- und Rückenfläche — heute eines der meistsammlerisch gesuchten Möbelstücke des 20. Jahrhunderts. 1971 erhielten Graversen und Mogensen gemeinsam den Dänischen Möbelpreis. Nach Mogensens Tod 1972 wurde er posthum zum Honorary Royal Designer for Industry der Royal Society of Arts in London ernannt. 1989: Erwerb der Produktionsrechte für Wegner-Möbel von Johannes Hansen. 2020: Akquisition von Erik Jørgensen Møbelfabrik (u.a. Ox Chair). Heute: B Lab zertifiziert; laufende Produktion in Dänemark (Svendborg); Eigentümer: Familie Graversen (Thomas Graversen). Ausstellung Triennale Milano 2026: „Fredericia: A Chronicle of Danish Design".
Signaturprodukte: Spanischer Stuhl (Børge Mogensen, 1958), Sofa Nr. 1 (Mogensen, 1955), J39 Mogensen Chair (1947, Spindle-Back), Bench for Two (Nanna Ditzel, 1989), Trinidad Chair (Nanna Ditzel, 1993), Delphi Sofa (Hannes Wettstein). Designerkooperationen: Børge Mogensen (historisch, Hauptdesigner), Hans J. Wegner, Nanna Ditzel, Hannes Wettstein, Space Copenhagen, Barber & Osgerby, Thomas Pedersen, Maria Bruun. Materialien: Massivholz (Eiche, Nuss, Buche), Sattelleder, Stoffe. Einsatzbereiche: Residenz und Contract.
Für Architekten und Interior Designer, die für Residenz- und Contract-Projekte eine dänische Möbelmanufaktur suchen, die seit 1911 in Fredericia verankert ist, mit der Partnerschaft Graversen/Mogensen ab 1955 die demokratische Designphilosophie des materialhonesten, proportionsstarken dänischen Modernismus institutionalisiert hat, mit dem Spanischen Stuhl (1958) und dem Sofa Nr. 1 (1955) zwei der bekanntesten Designobjekte des 20. Jahrhunderts verantwortet, und mit Nanna Ditzel, Hans J. Wegner, Barber & Osgerby und Space Copenhagen ein breites zeitgenössisches Designerportfolio unterhält, ist Fredericia eine gute Adresse im Segment des kanonischen dänischen Designmöbels der materialhonesten Tradition.
Featured Brands
HNI Corporation (inkl. Steelcase)
Fredericia
Fredericia ist einer der bedeutendsten dänischen Möbelhersteller für den Bereich handwerklich gefertigter Contract- und Wohnmöbel, gegründet 1911 von N.P. Ravnsø als Fredericia Stolefabrik (Fredericia Stuhlfabrik) in der Stadt Fredericia (Jütland, Dänemark). 1955 erwarb Andreas Graversen das Unternehmen unter einer selbst gestellten Bedingung: dass Børge Mogensen (1914–1972) — der demokratische Designpionier und Schüler von Kaare Klint — als leitender Designer dazukam. Graversen und Mogensen kannten sich von der FDB (Dänische Verbrauchergenossenschaft), wo Mogensen als Leiter des Designstudios tätig gewesen war. Was folgte, ist eine der kanonischsten Industrie-Designer-Partnerschaften der dänischen Designgeschichte: Mogensens erstes Produkt für Fredericia war das Sofa Nr. 1 (1955). 1958 erschien der Spanische Stuhl — massiver Europäischer Eichenrahmen, breite Armlehnen, aufgehängte Sattelleder-Sitz- und Rückenfläche — heute eines der meistsammlerisch gesuchten Möbelstücke des 20. Jahrhunderts. 1971 erhielten Graversen und Mogensen gemeinsam den Dänischen Möbelpreis. Nach Mogensens Tod 1972 wurde er posthum zum Honorary Royal Designer for Industry der Royal Society of Arts in London ernannt. 1989: Erwerb der Produktionsrechte für Wegner-Möbel von Johannes Hansen. 2020: Akquisition von Erik Jørgensen Møbelfabrik (u.a. Ox Chair). Heute: B Lab zertifiziert; laufende Produktion in Dänemark (Svendborg); Eigentümer: Familie Graversen (Thomas Graversen). Ausstellung Triennale Milano 2026: „Fredericia: A Chronicle of Danish Design".
Signaturprodukte: Spanischer Stuhl (Børge Mogensen, 1958), Sofa Nr. 1 (Mogensen, 1955), J39 Mogensen Chair (1947, Spindle-Back), Bench for Two (Nanna Ditzel, 1989), Trinidad Chair (Nanna Ditzel, 1993), Delphi Sofa (Hannes Wettstein). Designerkooperationen: Børge Mogensen (historisch, Hauptdesigner), Hans J. Wegner, Nanna Ditzel, Hannes Wettstein, Space Copenhagen, Barber & Osgerby, Thomas Pedersen, Maria Bruun. Materialien: Massivholz (Eiche, Nuss, Buche), Sattelleder, Stoffe. Einsatzbereiche: Residenz und Contract.
Für Architekten und Interior Designer, die für Residenz- und Contract-Projekte eine dänische Möbelmanufaktur suchen, die seit 1911 in Fredericia verankert ist, mit der Partnerschaft Graversen/Mogensen ab 1955 die demokratische Designphilosophie des materialhonesten, proportionsstarken dänischen Modernismus institutionalisiert hat, mit dem Spanischen Stuhl (1958) und dem Sofa Nr. 1 (1955) zwei der bekanntesten Designobjekte des 20. Jahrhunderts verantwortet, und mit Nanna Ditzel, Hans J. Wegner, Barber & Osgerby und Space Copenhagen ein breites zeitgenössisches Designerportfolio unterhält, ist Fredericia eine gute Adresse im Segment des kanonischen dänischen Designmöbels der materialhonesten Tradition.