MillerKnoll wächst wieder. Doch die eigentliche Dynamik liegt klar im Contract-Geschäft. Im dritten Quartal 2026 steigert der Konzern seinen Umsatz auf 926,6 Mio. Dollar, ein Plus von 5,8 %, organisch 3,8 %. Noch deutlicher fällt das Bild bei den Auftragseingängen aus: +9,2 % auf 931,6 Mio. Dollar – getragen vor allem vom Nordamerika-Contract und dem Retail-Geschäft.
Im wichtigsten Segment, North America Contract, wird diese Entwicklung greifbar. Der Umsatz steigt auf 488,6 Mio. Dollar (+4,4 %, organisch +4,1 %), die Orders legen sogar um 13,1 % zu (organisch +12,8 %). Gleichzeitig verbessert sich die operative Marge deutlich von 3,6 % auf 8,6 %. Das ist mehr als nur ein solides Quartal – hier zeigt sich, dass Projekte zurückkommen und die Organisation wieder effizienter arbeitet.
International fällt das Bild deutlich verhaltener aus. Zwar wächst der Umsatz auf 156,9 Mio. Dollar (+7,8 % berichtet), organisch bleiben davon aber nur 1,9 %. Noch kritischer ist die Entwicklung bei den Aufträgen: +0,7 % berichtet, organisch sogar –4,3 %. Das deutet darauf hin, dass der Contract-Markt außerhalb Nordamerikas zwar stabilisiert, aber noch keine echte Dynamik entfaltet.
Parallel stabilisiert sich das Retail-Geschäft weiter. Mit 281,1 Mio. Dollar Umsatz (+7,1 %) und einem Auftragsplus von 7,9 % zeigt sich eine klare Erholung. Besonders auffällig ist die operative Marge, die von –36,0 % im Vorjahr auf +2,2 % dreht. Allerdings relativiert sich dieser Fortschritt beim Blick auf die bereinigten Zahlen: Die Marge liegt mit 2,8 % unter dem Vorjahr (6,2 %), belastet durch neue Stores, Promotions und Kostensteigerungen.
Auf Konzernebene ergibt sich ein ähnliches Bild. Die operative Marge verbessert sich deutlich auf 4,8 % nach –9,4 % im Vorjahr, während die bereinigte Marge mit 5,7 % unter dem Vorjahreswert von 6,6 % bleibt. Auch beim Ergebnis zeigt sich diese Zweiteilung: Das berichtete Ergebnis je Aktie steigt auf 0,34 Dollar (Vorjahr –0,19 Dollar), das bereinigte Ergebnis liegt mit 0,43 Dollar leicht unter dem Vorjahr.